Faszienarbeit
Dort, wo Spannung entsteht, sucht der Körper nach Schutz.
In der Craniodynamik steht nicht nur das Skelett im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel des gesamten Körpers. Der Pferdekörper wird als funktionelle Einheit betrachtet, in der verschiedene Strukturen miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen können.
Eine besondere Bedeutung haben dabei die Faszien – bindegewebige Strukturen, die den Körper wie ein Netzwerk durchziehen, Gewebe verbinden, Bewegungen unterstützen und zur Kraftübertragung beitragen. Sie stehen außerdem in engem Austausch mit dem vegetativen Nervensystem.
Durch diese komplexen Zusammenhänge können sich Veränderungen in einem Bereich des Körpers in anderen Bereichen zeigen. So können zum Beispiel Auffälligkeiten im Maul- oder Kopfbereich sich mitunter in veränderter Bewegungsdynamik oder Empfindlichkeiten äußern.
Diese Betrachtungsweise hilft dabei, Bewegungsabläufe und körperliche Spannungen besser zu verstehen und das Pferd in seinem Gesamtsystem wahrzunehmen.
– ohne eine tierärztliche Diagnostik zu ersetzen.
